Ein bunter Garten mit einer Bank und Blumen.

Für Gemeinden

Ob Unkrautvertilger, Abflussreiniger, Waschmittel oder Lackierdose – die Anwendung von Chemikalien und nicht abbaubaren Stoffen in Haus und Garten birgt zahlreiche Gefahren für Mensch und Umwelt. Gemeinden sind nicht nur dazu verpflichtet, im eigenen Betrieb sorgfältig mit umweltgefährdenden Stoffen umzugehen, sie haben auch verschiedene Vollzugsaufgaben: Ihnen obliegt es, die Einhaltung des Herbizidverbots auf Strassen, Wegen, Plätzen und Dächern zu kontrollieren. Ausserdem kommt Gemeinden die wichtige Aufgabe zu, die Bevölkerung über die teilweise beträchtlichen Gefahren und den richtigen Umgang mit Chemikalien zu sensibilisieren und auf alternative Methoden mit guter Wirksamkeit aufmerksam zu machen. 

Verschiedene Aktionsideen und Medienmaterial unterstützen Sie bei der Umsetzung dieser Aufgabe.  

Aktionsideen

Anschauliche und erlebnisorientierte lokale Aktionen, der direkte Kontakt mit der Bevölkerung, das Aufzeigen und Vorführen praktischer Handlungsmöglichkeiten, alternative Tipps sowie der Einbezug von vorbildlichen Profis und Pionieren helfen, ein Bewusstsein bezüglich umweltschädlicher Chemikalien in der Bevölkerung zu schaffen. 

Es gibt verschiedene Anbieter mit Exponaten, oder ganzen Ausstellungen, bis hin zu Unterrichtsmaterial oder der Geschichte des Schweizer Gewässerschutzes:

Damit Zigarettenkippen gar nicht erst achtlos weggeworfen, sondern stets einfach und sicher entsorgt werden können, bietet der VSA einen «Taschenaschenbecher», die VSA-EcoBox, an. Mit gerade mal 5.3 cm Durchmesser und einer Höhe von 2 cm passt der kleine verschliessbare Aschenbecher in jede Tasche und fällt mit seinen 18 Gramm unterwegs kaum ins Gewicht. Wenn er voll ist, kann er bequem im Müll entleert und danach weiter verwendet werden.

Gemeinden mit Seeanstoss, Fluss- und Schwimmbädern, Skigebieten oder Festivals
können den «Taschenbecher» zu vorteilhaften Preisen beim VSA beziehen und an Raucher/innen abgeben. Denn weggeworfene Zigarettenstummel sind in
Gewässern bereits in kleinsten Mengen tödlich für Wasserorganismen.

Ecobox – der praktische Taschen-Aschenbecher

Viele Gemeinden und Abwasserverbände kämpfen mit zähen Faserknäueln aus Feuchttüchern und anderen Hygieneartikeln, die Pumpen verstopfen und in mühsamer Handarbeit entfernt werden müssen. Hier hilft die Sensibilisierung der Bevölkerung. Damit nicht alle das Rad neu erfinden müssen, stellt der VSA einen neutralen Informationsflyer und Aufkleber zur Verfügung. Letztere können auf die Innenseite des Toilettendeckels geklebt werden und sind vor allen Dingen für Hotels und Resuarants gedacht. Sie können aber auch an Haushalte verschickt werden.

Artikelbeschreibung

  • Informationsflyer A5, vierseitig.
  • Für VSA-Mitglieder kann der Flyer mit dem Logo Ihrer Gemeinde oder Ihres Abwasserverbandes versehen werden.

Weitere Infos und bestellen im VSA-Shop

Ein Schild mit der Aufschrift Kein Schmutzwasser ins Gewässer.Schmutzwasser wird zu oft achtlos in den nächstbesten Ablaufschacht entsorgt. Bei vielen Schächten gelangt das Abwasser jedoch nicht in eine Kläranlage, sondern direkt in ein Gewässer oder versickert ins Grundwasser. Fischsterben oder eine Trinkwasserverschmutzung können fatale Folgen sein.

In Ihrer Gemeinde sind solche Ablaufschächte jetzt klar gekennzeichnet.
Eine beschriftete Rondelle auf oder neben dem Schachtdeckel weist darauf hin, hier keinenfalls Schmutzwasser zu beseitigen. Mit dieser einfachen Massnahme vermeiden wir Gewässerver­schmutzungen aus Unwissenheit oder Unacht­samkeit.

Gifte und chemische Stoffe wie Javel-Wasser, Verdünner, Farb- und Lackreste, Kosmetika, Reinigungsmittel oder Reste von Unkrautvertilgern, Medikamente oder auch Öle und Fette gehören übrigens auch dann nicht in einen Ablaufschacht, wenn dieser in eine Kläranlage mündet. Diese Stoffe können in der Kläranlage nicht entfernt werden.

Sie können die wetterfesten Beschriftungsrondellen in gewünschter Auführung zusammen mit der Montageanleitung und Mustertexten zur Information der Bevölkerung beim VSA beziehen.

Weitere Infos und bezug im VSA-Shop

Eine kompetente Gartenberatung kann Hobbygärtnerinnen und -gärtner dabei unterstützen, ihre Pflanzen auf natürliche Weise gedeihen zu lassen. Indem die Gemeinde der Bevölkerung oder den Mitgliedern von Pflanzgartenvereinen eine Gartenberatung anbieten, können sie einen wesentlichen Beitrag zur Verminderung des Einsatzes von synthetischen Pestiziden in Gärten und damit zum Schutz von Mensch und Umwelt leisten.

Hobbygärtnerinnen und -gärtner wollen, dass ihre Pflanzen gut gedeihen. Wohl nichts ist frustrierender, als wenn eines Morgens nur noch ein paar kahle Stiele von den selbst gezogenen Setzlingen übrig sind, die Tomatenstauden verfaulen, kurz bevor die Tomaten endlich reif sind oder wenn man zögert, in den geernteten Apfel zu beissen, weil alle Früchte mit Würmern befallen sind.

Oft fehlt das Wissen, wie Pflanzen auch ohne chemische Hilfsstoffe gedeihen. Dabei kann bei vielen Problemen mit Schädlingen oder Krankheiten sehr gut auf synthetische Pestizide verzichtet werden. Die Auswahl resistenter Sorten, die richtige Düngung, eine gute Nachbarschaft im Garten und der Einsatz von Nützlingen sind für das optimale Gedeihen der Pflanzen entscheidend. Eine kompetente Gartenberatung kann die Hobbygärtnerinnen und -gärtner dabei unterstützen, ihre Pflanzen auf natürliche Weise gedeihen zu lassen.

Für diese Aktion bietet sich eine Zusammenarbeit mit professionellen Gartenunternehmen an. Achten Sie darauf, dass sich Ihre Partner für ökologische Alternativen stark machen, resistente Pflanzenarten anbieten und mit Nützlingen arbeiten.

Eine wertvolle Informationsquelle stellt die Website des Kantons St. Gallen dar.

Checkliste

  • Schauen Sie sich nach einem Experten/einer Expertin um, der/die als Gartencoach auftreten kann. Dies kann ein Gartenbauer sein, eine erfahrene Privatperson (zum Beispiel aus dem Familiengartenverein) oder ein professioneller Gartencoach aus dem Netzwerk von Bioterra.
  • Achten Sie darauf, dass diese Person über die Gesetzgebung rund um den Einsatz von Pestiziden Bescheid weiss (z.B. Herbizidverbot auf Wegen und Plätzen) und auch darüber informiert.
  • Legen Sie die Örtlichkeit und ein geeignetes Datum fest. Ideal ist, wenn Sie die Aktion an einen bestehenden Anlass anschliessen können, zum Beispiel ein Gartenfest.
  • Beginnen Sie frühzeitig mit der Werbung für den Anlass (Veranstaltungshinweise, Medienberichte zum Thema, individualisierte Kampagnen-Plakate etc.).
  • Nehmen Sie Kontakt mit Läden Ihrer Gemeinde auf. Vielleicht besteht ein Interesse, im Rahmen der Veranstaltung auf ökologische Alternativen hinzuweisen oder eine Wildpflanzenverkaufsaktion durchzuführen.
  • Informieren Sie die Medien, laden Sie Vertreterinnen und Vertreter zur Veranstaltung ein.

Die Gemeinde verzichtet im Unterhalt ihrer Grünflächen auf Pestizide. Anstelle von Chemie werden mechanische und biologische Alternativen eingesetzt und Wildpflanzen und naturnahe Flächen gezielt gefördert. Auf einer Exkursion orientiert die Gemeindegärtnerin oder der Werkhofleiter die Bevölkerung über die Biodiversitätsfördermassnahmen der Gemeinde und gibt Tipps für die Pflege des eigenen Gartens.

Die Kontrolle der Vegetation auf und entlang von Verkehrsflächen sowie der Unterhalt von Grünflächen sind wichtige Aufgaben der Gemeinde. Um Zierpflanzen zu schützen oder Unkraut loszuwerden, greifen viele Gemeinden zu synthetischen Pestiziden. Mit diesen Mitteln werden aber Stoffe in die Umwelt gebracht, die Menschen und Tiere gefährden können. Insbesondere, wenn sie in unsere unter- oder oberirdischen Gewässer gelangen, besteht die Gefahr, dass die Schadstoffe Flora und Fauna im Wasser schädigen oder sogar unser Trinkwasser verunreinigen.

Es gibt also gute Gründe, auf synthetische Pestizide zu verzichten. Mit einem pestizidfreien Unterhalt zeigen Sie anderen Gemeinden, Garten- und Hauswartungsprofis, wie diese Aufgabe bewältigt werden kann und schützen Mitarbeitende, die Bevölkerung und die Umwelt vor gefährlichen Stoffen.

Falls Sie Ihre Grünflächen bereits naturnah und pestizidfrei pflegen, dürfen Sie das auch zeigen. Laden Sie die Bevölkerung zu einer Exkursion ein, an welcher für den Grünunterhalt verantwortliche Mitarbeitende ihre Tipps und Tricks zum naturnahen Unterhalt verraten. Damit tragen Sie nicht nur zur Sensibilisierung bei, sondern Sie schaffen auch viel Verständnis und Goodwill für Ihre naturfördernden Massnahmen.

Checkliste

  • Abklärung der Situation bezüglich der momentan verwendeten Pflanzenschutzmittel in der Gemeinde.
  • Allenfalls Gemeinderatsbeschluss in die Wege leiten: Steht die Gemeinde offiziell für eine gute Praxis in der Vegetationskontrolle mit dem Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide ein?
  • Umsetzungshilfen für den naturnahen Unterhalt von Gemeindeflächen bietet die Biodiversitätstoolbox für Gemeinden.
  • Falls nötig eine Schulung für die Mitarbeitenden organisieren (Schulungen für die Zielgruppe Gemeinden werden von Pusch und Sanu angeboten).
  • Falls die Gemeinde bereits einen naturnahen Grünunterhalt praktiziert, die Bevölkerung mit ins Boot holen und eine Exkursion organisieren. Die Bevölkerung und Medien dazu einladen und informieren, ev. Apéro organisieren und Informationsmaterial bereitstellen.

Die Schönheit von Wildpflanzen entdecken, anstatt sie mit Gift zu vertreiben. Die Veranstaltung eines Wildpflanzenmarktes dient nicht nur dem Zweck, hübsche Blumen zu verkaufen, sondern bewusst das Anpflanzen von resistenten, heimischen Wildpflanzenarten und Nützlingen zu fördern – für einen Garten ohne Chemie!

Resistente, heimische und standortgerechte Pflanzenarten sind weniger anfällig für Krankheiten oder Schädlinge und dienen einer Vielzahl von Nützlingen als Lebensgrundlage. Der Einsatz von chemischen Pestiziden kann in der Folge reduziert oder ganz aufgegeben werden. Mit einem Wildpflanzenmarkt können die Toleranz und das Interesse für einheimische Wildpflanzen gefördert und ökologische und biologische Methoden zum Schutz der Pflanzen bekannt gemacht werden. Nützlinge – wie Marienkäfer oder Nematoden (Fadenwürmer) – können vorgestellt und direkt zum Kauf angeboten werden.

Die ideale Zeit für einen Pflanzenmarkt ist der Frühling, bevor in den Gärten die Pflanzenpflege resp. das Säen der Pflanzen wieder aufgenommen wird. Falls bereits Pflanzenmärkte stattfinden, kann der Wildpflanzenmarkt im Rahmen eines solchen stattfinden. Auch in Schrebergärten finden oft traditionell Pflanzenmärkte statt, welche eine geeignete Plattform für diese Aktion bieten.

Ebenfalls bietet es sich an, diese Aktion mit einem anderen Anlass wie einem Gartenfest, Dorffest oder der Aktionsidee «Gartencoach in Aktion» oder einer professionellen Gartenberatung. Weitere Ausstellungsexponate zum Thema Trinkwasser finden sich auf trinkwasser.ch/marketing-tools.

Für eine solche Aktion bietet sich eine Zusammenarbeit mit professionellen Gartenunternehmen an. Achten Sie darauf, dass sich Ihre Partner für ökologische Alternativen stark machen, resistente Pflanzenarten anbieten und mit Nützlingen arbeiten.

Checkliste

  • Organisation von Partnern (Pflanzenhandel, Gärtnereien, Blumenläden), welche biologische Produkte zum Pflanzenschutz, Wildpflanzen und Nützlinge vertreiben.
  • Örtlichkeit und ein geeignetes Datum festlegen. Ideal ist, wenn Sie die Aktion an einen bestehenden Anlass anschliessen können, zum Beispiel ein Gartenfest. Beginnen Sie frühzeitig mit der Werbung für den Anlass (Veranstaltungshinweise, Medienberichte zum Thema etc.).
  • Informieren Sie die Medien, laden Sie Vertreter und Vertreterinnen zur Veranstaltung ein.

Es lohnt sich, die Bevölkerung gezielt aufzufordern, den Haushalt zu entrümpeln. Organisieren Sie dafür in Ihrer Gemeinde eine Rücknahmeaktion für Sonderabfälle oder sorgen Sie bei den bestehenden Rücknahmeterminen für eine grössere Teilnahme. Achtung: Sammlungen nie ohne Fachpersonal und Bewilligung durchführen!

Die Rücknahmeaktion soll die Bevölkerung dazu animieren ihre Haushalte zu entrümpeln und die Sonderabfälle korrekt zu entsorgen. Mit der Aktion lässt sich die Bevölkerung auch für einen massvollen Einsatz von Chemikalien in Haus und Garten sensibilisieren, ein umweltgerechtes Haushalten fördern und das Sicherheitsrisiko von überflüssigen Chemikalien im Haus verkleinern. Je nach den Besonderheiten Ihres Kantons/Ihrer Gemeinde können Sie eine spezielle Sonderabfallaktion organisieren oder einen bestehenden Rücknahmetermin besser bewerben, um die Zahl der Teilnehmenden zu erhöhen.

Gesammelt werden abgelaufene Produkte und Rückstände von Ölfarben, Dispersionsfarben, Säuren, Laugen, Chemikalien, Pflanzenschutzmitteln, Dünger, Holzschutz, Medikamenten, Fotochemikalien, Quecksilberthermometer sowie unbekannte Stoffe, in flüssiger oder fester Form. Machen Sie die Rücknahme der Sonderabfälle zu einem «Event» mit nachhaltiger Wirkung. In Partnerschaft mit der Lokal- oder Regionalzeitung kann ein Bericht platziert werden, in dem über die Gefahren herumstehender oder falsch entsorgter Produkte informiert wird. Sorgen Sie dafür, dass die Medien über Ihre Aktion berichten. Laden Sie Medienschaffende zur Aktion ein, sorgen Sie für gute Bildmotive, vermitteln Sie Interviews mit den Teilnehmenden und Verantwortlichen, berichten Sie selber über Aktionen in den Medien bzw. versenden Sie eine Medienmitteilung. Halten Sie fest, welche Mengen und welche Art von Sonderabfällen zurückgebracht wurden. Solche Informationen lassen sich gut über die Medien kommunizieren und animieren die Bevölkerung, beim nächsten Mal wieder oder ebenfalls teilzunehmen.

Ein zusätzliches Erlebnis für einen Event rund um Sonderabfälle bietet die Wasserausstellung «Wasser – alles klar!» oder ausgewählte Exponate von Marketing-Tools | SVGW.

Checkliste

  • Absprache mit dem Kanton und/oder der Rücknahmestelle für Sonderabfälle der Gemeinde; Festlegen von Ort und Zeitpunkt.
  • Medienpartner informieren bzw. anfragen; Veranstaltungshinweise frühzeitig platzieren.
  • Gegebenenfalls können Sie auch Partner aus dem Handel anfragen. Kleinmengen an Sonderabfällen aus Haushalten wie Farben, Lacke, Lösungsmittel, Chemikalien, Pflanzenschutzmittel (allg. Produkte mit einem Gefahrensymbol) und Quecksilberthermometer können unabhängig von einem Neukauf gratis an den Verkaufsstellen entsprechender Produkte zurückgegeben werden.
  • Falls ein Festanlass geplant wird, Organisationskomitee gründen.

Durch das Kennenlernen der einzelnen Reinigungsstufen einer Abwasserreinigungsanlage soll das Bewusstsein der Bevölkerung darüber gestärkt werden, dass die Kanalisation kein Abfalleimer ist, in dem man alles entsorgen darf.

Wohin geht unser Abwasser? Organisieren Sie zusammen mit der Kläranlage einen Tag der offenen Tür auf der Abwasserreinigungsanlage. Durch das Aufzeigen der Leistungen, aber auch der Grenzen von Abwasserreinigungsanlagen wird verständlich gemacht, was wir der Kanalisation zuführen dürfen und was nicht, um daraus resultierende negative Auswirkungen für Mensch und Natur zu vermeiden.

Checkliste

  • Sprechen Sie mit den Verantwortlichen der Abwasserreinigungsanlage ab, ob eine Führung durchgeführt werden kann und ob Personal zur Verfügung steht.
  • Beim Verband Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute können Flyer bezogen werden, die darüber informieren, was nicht ins Abwasser gehört. (Link: https://vsa.ch/publikationen-produkte/?search=Müll)
  • Legen Sie so früh wie möglich einen Termin fest.
  • Sprechen Sie mit anderen Gemeinden ab, ob sie sich an der Aktion beteiligen wollen.
  • Platzieren Sie Veranstaltungshinweise und orientieren Sie die Medien.
  • Laden Sie Medienschaffende an die Veranstaltung ein, schreiben Sie eine Medienmitteilung.
  • Kombinieren Sie die Besichtigung der Kläranlage mit der Ausstellung «Wasser – alles klar!» oder ausgewählten Exponate von Marketing-Tools | SVGW.

Massvoller Einsatz von Chemikalien in Haus und Garten: Indem der Bevölkerung ökologische Alternativen zu problematischen Produkten vermittelt werden, kann die Beeinträchtigung von Mensch und Umwelt vermindert werden.

In einem Haushalt können gut und gerne 5000 verschiedene Chemikalien vorhanden sein. Einige Produkte bergen akute Risiken vor allem für Kinder. So werden rund 30% der Vergiftungsfälle bei Kindern durch Haushaltschemikalien verursacht. Aber auch die ständige chronische Belastung durch Chemikalien birgt Risiken. Beispielsweise können Duftstoffe in Wasch- und Reinigungsmitteln sowie Desinfektionsmittel Allergien verursachen.

Mit dieser Aktion soll über die potenziellen Gefahren informiert und es sollen Möglichkeiten vermittelt werden, wie sich die Gefährdung von Mensch und Umwelt vermeiden lässt. Denn was früher selbstverständlich war, muss heute wieder gelernt werden: Unzählige Tricks machen chemische Spezialprodukte wie Kraftreiniger, Backofenreiniger, WC-Duftsteine, Raumsprays, Fleckenentferner, Abflussreiniger, Schädlingsbekämpfungs-, Desinfektions- oder Antischimmelmittel unnötig. Und dank moderner Hilfsmittel wie Mikrofasertücher geht das ökologische Putzen heute erst noch viel leichter als zu Grossmutters Zeiten.

Es gibt sicher auch in Ihrer Gemeinde eine Hauswirtschaftslehrperson, eine ökologisch orientierte Reinigungskraft oder eine Privatperson, die über umweltfreundliches Waschen und Reinigen Bescheid weiss. Organisieren Sie mit Ihr zusammen eine Veranstaltung zum Thema.

Checkliste

  • Schauen Sie sich nach einem Experten/einer Expertin um, der/die Tipps für den ökologischen Haushalt geben kann.
  • Legen Sie die Örtlichkeit und ein geeignetes Datum fest.
  • Beginnen Sie frühzeitig mit der Werbung für den Anlass (Veranstaltungshinweise, Medienberichte zum Thema.).
  • Nehmen Sie Kontakt mit Läden Ihrer Gemeinde auf, zum Beispiel mit dem Detailhandel oder Drogerien. Vielleicht besteht ein Interesse, im Rahmen der Veranstaltung auf ökologische Reinigungsprodukte hinzuweisen.
  • Organisieren Sie Partner für einen Apéro.
  • Informieren Sie die Medien, laden Sie Vertreter zur Veranstaltung ein.

Hier finden Sie praktische Hin­weise zum Vor­gehen und Grund­lagen für den Planungs- und Umsetzungs­­­prozess Ihres Bio­diversitäts­­projektes.

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